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Montag, 12. September 2022

Hotel Kreuz, Bern

Kosten CHF 270 (inkl. Kursunterlagen, Pausenverpflegung)
HINWEIS: Gemäss Art. 51a BVG kommen die jeweiligen Pensionskassen für die Aus- und Weiterbildung ihrer Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte auf.

Die Rückversicherung der Risiken Invalidität und Tod in der beruflichen Vorsorge ist ein gewinntreibendes Geschäftsmodell. Die oft überhöhten Risikoprämien, stossenden Gewinnabflüsse und intransparenten Tarifstrukturen sind nicht im Interesse der Versicherten und werden seit Jahren scharf kritisiert. Die Anbieter schlafen nicht: Ein gewichtiger Rückversicherer stellt ein vermehrtes Interesse von autonomen Pensionskassen an Rückversicherungslösungen fest. Eine Rückversicherung eröffne neue Perspektiven. Ein anderer Marktanbieter will mit seinem Angebot ein verlässlicher Partner für schwankende jährliche Kosten sein, damit Kassen nicht unerwartet in finanzielle Schieflage geraten. Klingt verlockend, aber Vorsicht ist geboten: Der Abschluss einer Rückversicherung ist für autonome Kassen immer ein Bruch mit der bisherigen Risikomanagementphilosophie und birgt viele Gefahren. Genau hinschauen ist unumgänglich.

Wir bieten arbeitnehmerseitigen Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte die Möglichkeit, sich an der PK-Netz Weiterbildung eingehend mit der Risikoabdeckung von Invalidität und Tod auseinanderzusetzen. Sabino Di Mambro, stv. Geschäftsführer REVOR Sammelstiftung, macht eine praxisbezogene Auslegeordnung der bestehenden Rückversicherungsformen, deren Funktionsweisen und Modi (Intervall Ausschreibungen, Bewertung von Offerten, Verantwortung etc.). Ausserdem wird er den Schweizer Markt der Rückversicherungsanbieter grob skizzieren.

Im Anschluss legt Nadja Paulon Baumann, PK-Expertin bei Prevanto, aus einer versicherungsmathematischen Sicht dar, in welchen Fällen allenfalls eine Rückversicherung geprüft werden könnte. Das Augenmerk legt sie aber ebenso auf die Frage, bei welchen Konstellationen eine Rückversicherung aus ihrer Sicht keinen Sinn macht. Auch die Rolle der PK-Expertinnen und PK-Experten bei der Ausschreibung und Bewertung von Offerten wird nicht ausgelassen.

Aldo Ferrari, Unia, nimmt eine Problemdiagnose des Rückversicherungsgeschäfts aus gewerkschaftlicher Perspektive vor. Seinen Fokus legt er auf Kassen, die bereits eine Rückabdeckung haben. Er gibt den Teilnehmenden Instrumente mit, was sie bei Neuausschreibungen als Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte zu beachten haben. Die Zusammenarbeit mit den PK-Expertinnen und PK-Experten wird auch hier noch einmal zur Sprache kommen – immer entlang der Leitfrage: Wie gelingt es den obersten Organen, einen informierten Entscheid im Interesse der Versicherten zu fällen?

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