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Vor 50 Jahren wurde das Dreisäulenkonzept in der Verfassung verankert. Vorangegangen war ein langer Richtungskampf über Modelle der Rentenfinanzierung. Es ging darum, von einer minimalen Unterstützung zu Leistungen überzugehen, die Rentnerinnen und Rentnern die Fortführung der gewohnten Lebensführung ermöglichen. Mit der angenommenen Vorlage im Jahr 1972 wurde die Kapitaldeckung der Ausweitung des Umlageverfahrens vorgezogen.

Wir verknüpfen die Vergangenheit mit der Gegenwart indem wir die damaligen Logiken und resultierenden Auswirkungen – gerade für Frauen – aufzeigen und diskutieren, welche Forderungen sich für die laufende BVG-Reform ableiten lassen.

Es freut uns sehr, dass Bundesrat Alain Berset der Einladung des PK-Netzes gefolgt ist und in seiner Rede das Dreisäulenkonzept kritisch würdigen sowie einen Bogen zu den aktuellen Reformbestrebungen schlagen wird. Wir betrachten die Reform auch mit einem Fokus auf die Gastronomie- und Gewerbebranche und spüren in einem Podium die Schnittmenge und kontroversen Interessen der Arbeitnehmenden und Arbeitgebenden auf.

Flankiert wird der Block zum Dreisäulenkonzept vom Themenkomplex der steigenden Zinsen und Inflation. Eine Trendwende ist in Sicht, die dominanten Narrative der letzten Jahre werden gewaltig in Frage gestellt. Wir befassen uns mit den Auswirkungen auf die berufliche Vorsorge: Haben die Pensionskassen die Zinsänderungsrisiken im Griff? Wie sehen die Szenarien für die Aktivseite aus? Als Plattform der Arbeitnehmenden stellt sich nach Jahren drastischer Umwandlungssatzsenkungen und minimaler Verzinsungen die Frage, welche Forderungen sich nun leistungsseitig aufdrängen – insb. bei den technischen Zins- und Umwandlungssätzen sowie dem Teuerungsausgleich.

Die Pensionskassen sind finanziell gut gewappnet, es besteht somit auch Spielraum bei der Verzinsung der Altersguthaben. Wir gehen zum Schluss der Frage nach, wie eine faire und nachhaltige Zinspolitik auf Kassenebene im Interesse aller Versicherten aussehen soll.

Wir freuen uns über Ihre Teilnahme.

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Montag, 7. November 2022 (9:45-16:30Uhr)
Bern, Hotel Kreuz
Tagungsgebühr: CHF 540 (inkl. Pausenverpflegung, Stehlunch, Apéro)

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