Zur Krisenfähigkeit der 2. Säule – wie sicher ist sicher genug?
3. September 2027 | 9:15 – 12:30
Wie krisenfähig ist die berufliche Vorsorge? Die 2. Säule verfügt über zahlreiche Mechanismen, die verhindern sollen, dass aus krisenhaften Zeiten eine existenzielle Krise wird. Doch wie wirken diese zusammen? Wie viel Sicherheit ist notwendig – und wann wird aus Vorsicht eine zu vorsichtige Strategie gefahren?
Die Weiterbildung für Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte nimmt die Krisenfähigkeit der 2. Säule entlang dreier Fragen unter die Lupe: Wie beugen Pensionskassen vor? Was geschieht, wenn eine Krise eintritt? Und wie werden Versicherte geschützt, wenn eine Pensionskasse oder ein Arbeitgeber ausfällt? Die Weiterbildung unterstützt die Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte darin, für ihre Pensionskassen das richtige Mass an Sicherheit ohne zu hohe Sicherheitsmargen zu finden.
Den Auftakt macht Philippe Deprez, PK-Experte bei DEPREZ Experten. Im Fokus stehen die technischen Rückstellungen gemäss FRP 2: Welche Rückstellungen müssen gebildet werden – und weshalb? Wie können diese kritisch überprüft und ggf. aufgelöst werden? Was geschieht bei einer Auflösung mit den freiwerdenden Mitteln?
Doch was passiert, wenn eine Pensionskasse tatsächlich von einer Finanzkrise erfasst wird? Stephan Skaanes, CEO von PPCmetrics, zeigt mögliche Krisenszenarien auf der Anlageseite auf und widmet s ich d er wichtigen R olle der Wertschwankungsreserven sowie Stabilisierungsmassnahmen, die bei einer Unterdeckung zur Verfügung stehen.
Zum Schluss stellt sich die Frage nach der Absicherung des Systems: Was passiert, wenn eine Pensionskasse insolvent wird oder ein Arbeitgeber in Konkurs geht? Franziska Grob, Leiterin Bereich Recht Berufliche Vorsorge beim BSV, erläutert die Rolle des Sicherheitsfonds BVG (SiFo) und der Stiftung Auffangeinrichtung – vom Schutz bei Insolvenz bis zum Zwangsanschluss säumiger Arbeitgeber und dem Umgang mit vergessenen Freizügigkeitsguthaben.
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