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Wechsel der Vorsorgeeinrichtung unter der Lupe

19. November 2020, 13.15-16:30Uhr, Zürich

Referierende:
Gabriela Medici, Schweizerischer Gewerkschaftsbund (SGB)
Sabino Di Mambro, Stv. Geschäftsführer REVOR Sammelstiftung
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Kosten: 180.-
HINWEIS: Gemäss Art. 51a BVG kommen die jeweiligen Pensionskassen für die Aus- und Weiterbildung ihrer Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte auf.

 

Anmeldung

 

Die Zahl der betrieblichen Kassen sinkt von Jahr zu Jahr. Alle Beobachtenden sind sich einig: Dieser Trend setzt sich fort. Immer mehr kleine und mittlere betriebliche Kassen wechseln zu einer Sammel- oder Gemeinschaftsstiftung.

Es gibt Fälle, wo kerngesunde Kassen schlecht geredet werden – und die Kasse für die Angestellten an eine teure Vollversicherung verkauft oder zu schlechten Konditionen in eine Sammelstiftung angeschlossen wird. Ein falscher oder unüberlegter Entscheid kann die versicherten Leistungen der Angestellten deutlich verschlechtern.

Die Gründe sind unterschiedlich: Tiefere Verzinsung des Alterskapitals, Abzweigung privater Gewinne (Aktionäre), hohe Maklerkosten oder exorbitante Verwaltungskosten. Die Schweizer Pensionskassenlandschaft besteht zum überwiegenden Teil aus „fairen“ Akteuren. Viele Pensionskassen sind Stiftungen, bei denen keine Anreize oder Möglichkeiten bestehen, Gelder der Versicherten abzuzweigen – Gewinne verbleiben ausschliesslich für die Versicherten. Leider stehen diesen Pensionskassen auch viele schwarze Schafe gegenüber – und die sind leider keine Ausnahme.

Oft ist nicht transparent, in welchem Auftrag ein sich als «neutral» bezeichnender Vermittler (Broker und Makler) handelt oder in welcher Abhängigkeit er steht. Ebenso wenig transparent sind die Absichten der Arbeitgeber. Häufig sind diese einfach nicht mehr bereit, sich mit der komplexen Thematik auseinander zu setzen und lassen sich deshalb auf eine günstigere und somit schlechtere Vorsorgelösung für die Angestellten ein – was wiederum die Vermittler freut, deren Provisionen dadurch steigen.

Aber dennoch macht nicht bei jeder kleinen oder mittleren Vorsorgeeinrichtung ein Alleingang weiterhin Sinn. Das Umfeld und somit die Anforderungen an die Pensionskassen sind komplexer geworden. Gewisse Kassen lassen sich nicht mehr effizient führen – was auch nicht im Interesse der Versicherten ist.

Das ist eine komplizierte Ausgangslage für Arbeitnehmervertreterinnen- und vertreter in Stiftungsräten und Mitglieder von Vorsorgekommissionen. Grund genug, sich in unserer Weiterbildungsveranstaltungen fundiert mit der Frage auseinanderzusetzen, ob sich ein Wechsel der Vorsorgeeinrichtung für den Versichertenbestand, den Sie vertreten, lohnt.

Das PK-Netz unterstützt die Arbeitnehmervertretungen und die Arbeitnehmerverbände bei dieser schwierigen Entscheidung. Mit Expertinnen und Experten aus der Branche werden die Vor- und Nachteile der verschiedenen Möglichkeiten diskutiert.

Oft geht zudem vergessen, dass ein Vorsorgeeinrichtungswechsel nur mit dem Einverständnis des Personals möglich ist (BVG Art. 11 Abs. 2 – 3 und Mitwirkungsgesetz Art. 10 Ziffer d). Nutzen wir dieses Mitspracherecht, genau hinschauen lohnt sich – es geht um unsere Renten!