Eliane Albisser, Geschäftsführerin PK-Netz, kritisiert die Courtagen. Das bestehende System sei unfair und auch für Stiftungsräte und Vorsorgewerke unbefriedigend. Deshalb müsse ihm ein Riegel geschoben werden.

Die 2. Säule würde ohne Versicherungsmakler nicht funktionieren. Oder doch?

Aufgrund der Komplexität des Vorsorgeangebots sind viele Arbeitgeber auf Hilfe angewiesen. Durch den Konsolidierungsprozess in der 2. Säule gewinnen die Vermittlertätigkeiten stetig weiter an Bedeutung. Aber es hat sich ein System herauskristallisiert, von dem Vermittler auf Kosten der Versicherten profitieren. Es hat den Wettbewerb um Versicherten-bestände unnötigerweise verstärkt und beschleunigt. Dies ist auch für viele Sammelstiftungen und deren Stiftungsräte unbefriedigend, weil sie sich dem Druck, Courtagen zu zahlen nur schwer entziehen können. Der Status quo ist für die Versicherten so stossend, dass regulatorische Eingriffe unumgänglich sind. Auch der Bundesrat sieht hier übrigens Hand-lungsbedarf. Diesem unfairen System muss ein Riegel geschoben werden! Wir müssen wegkommen von erfolgsabhän-gigen Provisionen und Courtagen. Unabhängig können Berater nur sein, wenn sie ihre Arbeit auf Honorarbasis leisten.

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