Der Zentralvorstand des Schweizer Berufsverbandes der Pflegefachfrauen und Pflegefachmänner (SBK) hatte im Spätherbst den PK-Netz Beitritt per 1. Januar 2021 beschlossen. Dies, um dem Anliegen einer guten Altersvorsorge verbandsintern mehr Gewicht zu verleihen. Der SBK schliesst sich dem Netzwerk der Arbeitnehmenden in der 2. Säule an, um gemeinsam mit den anderen 15 Mitgliederverbänden für sozialpolitische Fortschritte in der beruflichen Vorsorge – insb. für die vielen weiblichen SBK-Mitglieder, die als Teilzeitbeschäftigte mit dem angesparten Altersguthaben bei den Altersrenten nicht auf einen grünen Zweig kommen – einzustehen.

Das PK-Netz und seine Mitgliederverbände freuen sich sehr über den Beitritt des grössten Berufsverbandes im Gesundheitsbereich. Mit dem Neuzugang wird das Netzwerk nicht nur um rund 25’000 Mitglieder grösser, der Beitritt illustriert gleichzeitig, dass das Netzwerk nun noch mehr an Breite gewinnt. Die Mitgliederverbände repräsentieren rund 520’000 Mitglieder in verschiedensten Berufsbranchen und machen das PK-Netz damit zum wichtigsten Netzwerk der Arbeitnehmenden in der beruflichen Vorsorge.

Neben der Lobbyarbeit liegt der Fokus des PK-Netzes bei der Aus- und Weiterbildung der arbeitnehmerseitigen Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte. Was viele nicht wissen: Nirgendwo verfügen die Arbeitnehmenden theoretisch über mehr gesetzliche Mitspracherechte als in der beruflichen Vorsorge. Die höchsten Organe der Vorsorgeeinrichtungen – meist der Stiftungsrat, Verwaltungsrat oder Verwaltungskommission genannt – sind streng paritätisch von Vertreterinnen und Vertretern der Arbeitgeber und der versicherten Arbeitnehmenden organsiert. Das Potenzial ist indessen riesig, sich auf der Ebene der Pensionskassen für gute Vorsorgelösungen für die Versicherten einzusetzen. Hierfür braucht es gut ausgebildete Stiftungsrätinnen und Stiftungsräte. Das PK-Netz führt jedes Jahr ein vielseitiges Weiterbildungsangebot durch, um genau dieses Ziel bei möglichst vielen Arbeitnehmervertretungen zu erreichen.