Das PK-Netz begrüsst die Einrichtung eines Nullzinskonto für die Stiftung Auffangeinrichtung. Wir haben uns bereits im Mai dahingehend in einem Tamedia Artikel geäussert:

Diese Lösung unterstützt auch das PK-Netz, eine Interessenvertretung der versicherten Arbeitnehmer. «Die Negativzinspolitik der SNB trifft den Freizügigkeitsbereich der Auffangeinrichtung besonders hart», sagt Eliane Albisser, Geschäftsführerin des PK-Netzes. Corona habe das Problem lediglich akzentuiert. «Klar ist aber auch, dass es nun zuallererst darum geht, Kündigungen von Arbeitnehmenden zu verhindern.»

Hier gehts zum Artikel.

Medienmitteilung der SGK-S vom 12. August:

Auswirkungen der Negativzinsen auf die Sozialversicherungen und Nullzinskonto für die Stiftung Auffangeinrichtung

„Die Kommission hat weiter den Entwurf des Bundesrates zu einer dringlichen Änderung des Bundesgesetzes über die berufliche Alters-, Hinterlassenen- und Invalidenvorsorge einstimmig gutgeheissen (20.056). Die auf drei Jahre befristete Änderung soll der Stiftung Auffangeinrichtung ermöglichen, Freizügigkeitsguthaben von maximal 10 Milliarden Franken auf einem Nullzinskonto bei der Bundestresorerie anzulegen. Ende April 2020 hatte die Kommission den Bundesrat in einem Schreiben aufgefordert, angesichts der Turbulenzen auf den Finanzmärkten aufgrund der Coronakrise und den anhaltenden Negativzinsen rasch Lösungen zur Sicherung der durch die Stiftung Auffangeinrichtung verwalteten Freizügigkeitsguthaben zu finden. Die Stiftung Auffangeinrichtung ist gesetzlich verpflichtet, Freizügigkeitsgelder von Personen anzunehmen, die nach einem Arbeitsverhältnis nicht sofort in ein neues Arbeitsverhältnis treten. Darüber hinaus liess sich die Kommission generell über die Auswirkungen der Negativzinsen auf die Sozialversicherungen informieren. Sie führte dazu Anhörungen mit Vertretungen von Pensionskassen, Versicherern und Sozialversicherungen sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden durch. Die Kommission stellt klar Handlungsbedarf fest und wird das Thema an künftigen Sitzungen weiterverfolgen.“

Medienmitteilung SGK-S 12. August 2020