Die wesentlichen Ergebnisse der vorliegenden Publikation lassen sich für das vergangene Geschäftsjahr wie folgt zusammenfassen:

  • Die durchschnittliche Verzinsung der Sparkapitalien der aktiv Versicherten erhöhte sich u.a. aufgrund stark positiver absoluter Renditeergebnisse und verbesserter Deckungsgrade im Vergleich zum Vorjahr deutlich um 0.61%-Punkte (2016: 1.64%, 2017: 2.25%). Im Jahr 2017 gewährten mehr als die Hälfte der Vorsorgeeinrichtungen eine Verzinsung über 1.5%. Im Jahr 2016 lag der entsprechende Anteil bei rund einem Drittel.
  • Der technische Zinssatz ist im letzten Jahr um durchschnittlich -0.21%-Punkte gesunken. Der Durchschnittswert verbleibt über dem risikolosen Zinssatz, wobei jedoch eine leichte Konvergenz ersichtlich ist. Die Spannweite der technischen Zinssätze (Unterschiede zwischen Kassen) ist enorm.
  • Erstmals seit Messbeginn 2008 lag im Jahr 2017 die durchschnittliche Verzinsung der Sparkapitalien der aktiven Versicherten über dem Mittelwert des verwendeten technischen Zinssatzes.
  • Grundsätzlich lässt sich festhalten, dass ein positiver Zusammenhang zwischen der absoluten Rendite und der effektiven Verzinsung im Jahr 2017 besteht. Dieser ist jedoch schwach und statistisch nicht signifikant.
  • Der risikotragende Deckungsgrad misst transparent und vergleichbar die effektive finanzielle Situation der Pensionskassen aus Sicht der Risikoträger. Der durchschnittliche risikotragende Deckungsgrad ist im letzten Jahr aufgrund der positiven absoluten Renditen deutlich angestiegen.
  • Der durchschnittliche risikotragende Deckungsgrad stieg im Jahr 2017 stärker an als der technische Deckungsgrad. Eine Ursache dafür ist, dass die Risikoträger mit einem beschränkten Anteil am Kapital der Vorsorgeeinrichtung die gesamten Risiken tragen. Daraus resultiert beim risikotragenden Deckungsgrad eine Hebelwirkung.
  • Im Vergleich zum Jahr 2016 stiegen die durchschnittlichen Vermögensverwaltungskosten leicht an. Gegenüber dem Vorjahr hat der Anteil Vorsorgeeinrichtungen mit vollständiger Kostentransparenz um weitere 6.9%-Punkte zugenommen. Ein Teil des Kostenanstiegs kann möglicherweise auf die erhöhte Transparenz zurückgeführt werden.
  • Die Umwandlungssätze per 01.01.2018 liegen bei Pensionskassen durchschnittlich bei rund 5.9% (01.01.2017: 6.0%) und werden gemäss aktuellem Informationsstand in den nächsten Jahren auf durchschnittlich rund 5.7% gesenkt werden. Dies verdeutlicht, dass in Zukunft mit deutlich tieferen Umwandlungssätzen zu rechnen ist. Gegenüber dem Vorjahr sind die beschlossenen zukünftigen Rentenumwandlungssätze leicht gesunken.

Ganze Studie hier zum Download:

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