Der SGB nimmt an der Jahresmedienkonferenz 2017 vom 4. Januar die 2. Säule erneut in den Fokus. Daniel Lampart stellt fest, dass die Beitragssätze in die Pensionskassen eine Rekordhöhe erreicht haben.

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Weniger Kaufkraft wegen Pensionskassen

Mittlerweile beginnt auch die Binnenwirtschaft, welche sich in den letzten Jahren vor allem wegen dem Bevölkerungswachstum ganz gut geschlagen hat, zu lahmen. Insbesondere weil die Kaufkraft nicht mehr so stark wächst. Hauptprobleme sind die stagnierende Beschäftigung (Vollzeitäquivalente), die steigenden Beiträge an die Pensionskassen, die sinkenden Pensionskassenrenten sowie die öffentlichen Sparpakete.

Diese Entwicklung bei den Pensionskassen dürfte sich im laufenden Jahr weiter akzentuieren. Weil die Pensionskassen mit anhaltend tiefen Renditen auf den Sparkapitalien rechnen. Unter solchen Annahmen sinken entweder die Renten. Oder es müssen die Beitrage erhöht werden, um die Rentenausfälle zu kompensieren. Es drohen tiefere Nettolöhne – mit entsprechend negativen Auswirkungen auf die Kaufkraft.

Ausserdem dem fordert der SGB, dass die Nationalbank (SNB) soll die rund 1,2 Mrd. Fr. Einnahmen aus den Negativzinsen an die Pensionskassen zurückerstatten – über den Sicherheitsfonds der zweiten Säule. So kann der Druck auf die Pensionskassen etwas gelindert werden.

Doris Bianchi bereitet es Sorge, dass noch weitere massive Senkungen anstehen und die Auswirkungen der neuen Senkungsrunden würden die Versicherten daher noch starker zu spüren bekommen. Denn um die erneute Verschlechterung zu kaschieren, sollen die Risiken immer mehr von der Pensionskasse und dem Arbeitgeber auf die Arbeitnehmer und zur Arbeitnehmerin abgewälzt werden.

> Referat Doris Bianchi (PDF)

Referat Daniel Lampart (PDF)

Medienreaktionen

 

„SGB beansprucht Gewinn aus Negativzinsen für Pensionskassen“ (Tages Anzeiger)

„Ertrag aus Negativzinsen für die Pensionskassen“ NZZ

„Schwindende Kaufkraft macht dem Gewerkschaftsbund Sorgen“ (Blick)